e|m|w Ausgabe 4/2017

Frischer Wind im Windmarkt

Erschienen am 02.08.2017

"Frischer Wind im Windmarkt" - so haben wir unser aktuelles Special getauft. Und tatsächlich gibt es einiges an Neuerungen im Windmarkt zu vermelden: Ausschreibungen für Offshore-Parks, die mit Geboten von Null Euro enden, Onshore-Auktionen, bei denen hauptsächlich Bürgerinitiativen zum Zuge kommen und der Süden Deutschlands weitgehend außen vor gelassen wird. Bekannte Branchenvertreter wie EnBW-Vorstand Hans-Josef Zimmer und BWE-Präsident Herrmann Albers, aber auch der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller äußern sich zu den aktuellen Entwicklungen.
 
Im Interview trafen wir die beiden Süwag-Vorstände Mike Schuler und Dr. Markus Coenen. e|m|w sprach mit ihnen über ihre Erfahrungen unter anderen mit Quartierskraftwerken. Außerdem fragten wir sie, wie sie sich das Arbeiten der Zukunft vorstellen. Frédéric Gastaldo, CEO des Schweizer Dienstleisters Swisscom Energy Solutions, wirft mit uns einen Blick auf den deutschen, den schweizerischen sowie den französischen Energiemarkt. 

Inhalt dieser Ausgabe:

Regulierung & Netze

  • Was bedeutet das Ja zur Energiestrategie 2050?
    Die Energiezukunft der Schweiz hat längst begonnen
    von Benoît Revaz, Direktor, Bundesamt für Energie
    In internationalen Kommentaren wurde die Referendumsabstimmung zum neuen Energiegesetz vom 21. Mai 2017 als Votum für den Atomausstieg interpretiert. Doch das neue Gesetz, dem 58,2 Prozent der Sc  mehr anzeigen >

    In internationalen Kommentaren wurde die Referendumsabstimmung zum neuen Energiegesetz vom 21. Mai 2017 als Votum für den Atomausstieg interpretiert. Doch das neue Gesetz, dem 58,2 Prozent der Schweizer Bevölkerung zugestimmt haben, ist viel mehr als das. Es ist der erste Schritt in eine sichere, saubere und – typisch schweizerisch – eine demokratischere Energiezukunft.

    Bereits einige Male hat die Schweizer Stimmbevölkerung in der Vergangenheit über den Atomausstieg abgestimmt. Zuletzt im November 2016, als sie der Atomausstiegsinitiative, die das rasche Abschalten der fünf bestehenden Kernkraftwerke verlangt hatte, eine Abfuhr erteilte. Davor scheiterten 1984 die Volksinitiativen „Für eine Zukunft ohne weitere Atomkraftwerke“, 1990 „Für den Ausstieg aus der Atomenergie“ und 2003 „Strom ohne Atom“. Einzig die Moratoriumsinitiative, die ein zehnjähriges Bauverbot für neue Kernkraftwerke vorsah, wurde 1990 angenommen. Die Volksinitiative zur Verlängerung und Verschärfung dieses Moratoriums wurde dann 2003 wiederum deutlich verworfen. Was ist also anders am Energiegesetz, das ja ebenfalls den Atomausstieg verlangt? Wie begründet sich der Stimmungswandel?

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  • Telekommunikation im Stromverteilnetz
    von Dr. Oliver Franz, Leiter Regulierungsstrategie und -services, Innogy SE
    Die Energiewende geht in den Verteilnetzen mit einer Vielzahl von technischen Herausforderungen einher. Diese bestehen unter anderen in einem stetig steigenden Bedarf an leistungsfähiger Kommunik  mehr anzeigen >

    Die Energiewende geht in den Verteilnetzen mit einer Vielzahl von technischen Herausforderungen einher. Diese bestehen unter anderen in einem stetig steigenden Bedarf an leistungsfähiger Kommunikation. Mit öffentlichem Mobilfunk, Breitbandnetzen, Powerline, aber auch neuartigen schmalbandigen Anbindungen steht eine Vielzahl von Technologien zur Verfügung, von denen aber keine alle Probleme löst. Absehbar wird die Stromnetzinfrastruktur immer stärker von einem Mix an Informations- und Kommunikationstechnologie durchdrungen. Es kommt vor diesem Hintergrund zu einer wachsenden Konvergenz, wenigstens aber steigenden wechselseitigen Abhängigkeit beider Sektoren. Diese Erkenntnis muss sich auch politisch und regulatorisch durchsetzen und ist durch entsprechende Maßnahmen zu begleiten.

    Seit längerem verbauen Stromnetzbetreiber in 110-kV-Kabeln und Freileitungen auch Glasfasern, um ein von öffentlichen Telekommunikations-( TK)-Netzen weitgehend unabhängiges Prozessnetz darstellen zu können, gerade in der Fläche. Diese Idee eines unabhängigen und damit sicheren Prozessnetzes bleibt auch in Zukunft für die systemkritischen Teile der Infrastruktur hochgradig relevant. Sicher bedeutet hier, dass einerseits das Prozessnetz als Teil des Stromnetzes weitgehend ausfallsicher betrieben wird und andererseits, dass es zwar IP-basiert und damit wie das Internet funktioniert, aber eben nicht mit dem Internet verbunden ist, was beispielsweise Hacker-Angriffe deutlich erschwert.

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  • Pro & Contra: Müssen die Übertragungsnetze weiter ausgebaut werden?
    von Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung, TenneT TSO GmbH und Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender, N-Ergie Aktiengesellschaft
    Pro: Das Ziel ist klar: In einigen Jahrzehnten will Deutschland den Großteil seines Stroms aus sauberen Energiequellen gewinnen. Und wir sind auf dem besten Weg dahin, denn der Anteil der Ern  mehr anzeigen >

    Pro:

    Das Ziel ist klar: In einigen Jahrzehnten will Deutschland den Großteil seines Stroms aus sauberen Energiequellen gewinnen. Und wir sind auf dem besten Weg dahin, denn der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch liegt heute schon bei knapp 32 Prozent. Unsere Stromversorgung wird grüner und dezentraler. Die Erzeugung verlagert sich weg von den Ballungsgebieten und Industriestandorten und konzentriert sich in Regionen, in denen Wind- und Solaranlagen gute Ausbeute versprechen. Mehr dezentrale Erneuerbare bedeutet damit auch mehr Stromtransport, denn es reicht eben nicht, in immer mehr erneuerbare Erzeugung zu investieren, ohne gleichzeitig dafür zu sorgen, dass der erzeugte Strom auch dahin kommt, wo er gebraucht wird. Der Netzausbau ist eine der Grundvoraussetzungen, damit die Energiewende tatsächlich zum Erfolg werden kann.

    Contra:

    Die Behauptung, wir benötigen alle im Netzentwicklungsplan vorgesehenen HGÜ-Trassen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist nicht richtig. Es gibt Alternativen und diese sind auch noch wirtschaftlicher. Diese Alternativen zeigt inzwischen eine Vielzahl aktueller Studien auf: Mit einer konsequent dezentral ausgerichteten Energiepolitik kann auf einen signifikanten Teil der im Netzentwicklungsplan vorgesehenen HGÜ-Leitungen verzichtet werden – und dies bei einem forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien, ohne Einbußen bei der Versorgungssicherheit.

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Beschaffung & Handel

  • Ohne Förderung mit Erneuerbaren Geld verdienen
    von Simon Göß und Carlos Perez Linkenheil, Experts, Energy Brainpool
    Wie die Ausschreibungen für Offshore-Windenergieanlagen in Deutschland gezeigt haben, werden nicht geförderte Erneuerbare-Energien-Anlagen bald Wirklichkeit. Wie müssen beispielweise In  mehr anzeigen >

    Wie die Ausschreibungen für Offshore-Windenergieanlagen in Deutschland gezeigt haben, werden nicht geförderte Erneuerbare-Energien-Anlagen bald Wirklichkeit. Wie müssen beispielweise Investoren die potenziellen Erlöse von Solar und Windenergieanlagen kalkulieren, wenn diese keine Förderung mehr erhalten, besonders im Hinblick auf vermehrte Null- und Negativpreise? Energy Brainpool hat einen Preisindex entwickelt, der die Effekte negativer Strompreise berücksichtigt.

    Am Markt existieren mehrere Preisindizes, die Strommarkterlöse bewerten. Die gängigsten sind Baseload, Peakload und Marktwert. Baseload ist der nicht gewichtete Preis für Strom am Day-ahead-Markt von Montag bis Sonntag, 0 bis 24 Uhr: das heißt der mittlere Preis aller Stunden über einen definierten Zeitraum. Der Index Peakload stellt nur die Strompreise von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr dar. 

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Marketing & Vertrieb

  • Es dem Kunden leicht machen
    von Dr. Roland Weis, Leiter Marketing, Badenova
    Wenn gefragt wird, „Was macht einen Energievertrieb erfolgreich?“, dann liegt in der Frage schon die Erklärung dafür, was ihn nicht erfolgreich macht. Denn es ist ein Fehler, nur  mehr anzeigen >

    Wenn gefragt wird, „Was macht einen Energievertrieb erfolgreich?“, dann liegt in der Frage schon die Erklärung dafür, was ihn nicht erfolgreich macht. Denn es ist ein Fehler, nur vom „Energievertrieb“ zu sprechen. Diese Zeiten sind bei Badenova vorbei. Stattdessen setzt das Unternehmen auf einen Produktmix und kooperiert dafür auch mit Partnern aus anderen Branchen.

    Die richtige Frage müsste lauten: Was macht Vertrieb erfolgreich? Viele setzen immer noch auf den Preis. Aber das ist eine Falle, insbesondere für Energieanbieter. Vertrieb findet nicht mehr über den Preis statt, sondern über das Bedienen von Bedürfnissen auf unterschiedlichen Kanälen. Diese Kanäle gilt es zu finden und zu sichern, um sie dann möglichst exklusiv zu nutzen und mit differenzierten Angeboten zu belegen. Nicht jeder Kanal eignet sich gleichermaßen für jedes Angebot. Das Vertriebsgeschick liegt darin, zu erkennen, auf welchem Kanal welche Produkte, Dienstleistungen und Angebote am besten Fahrt aufnehmen können. 

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Energieeffizienz & Erzeugung

  • Qualitätssiegel für Aktenordner?
    Zertifiziertes Qualitätsmanagement-System für Projektentwickler
    von Thomas Fuß, Teamleiter Vertrieb, VSB Neue Energien Deutschland GmbH
    In der Erneuerbaren-Branche lohnt sich die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach Normstandards nicht nur für Anlagenhersteller, sondern auch für Planungsunternehmen. Sie  mehr anzeigen >

    In der Erneuerbaren-Branche lohnt sich die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach Normstandards nicht nur für Anlagenhersteller, sondern auch für Planungsunternehmen. Sie haben dadurch bei der Projektentwicklung und als Dienstleistungspartner deutliche Vorteile. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Qualitätsmanagement-System gemeinsam mit den Mitarbeitern tief im Unternehmen verankert wird. Auch die Bereitschaft, die gewachsene Prozesslandschaft zu spiegeln und kritisch zu hinterfragen, ist entscheidend.

    Für produzierende Unternehmen gehört ein Qualitätsmanagement- Zertifikat zum guten Ton. Sie müssen unter anderem nachweisen, dass technische Anlagen einem standardisierten Herstellungs- und Montageprozess unterliegen. Dadurch ist sichergestellt, dass die Erwartungen des Kunden hinsichtlich eines fehlerfreien Produkts erfüllt werden. In der Windbranche sind Anlagenhersteller und technische Betriebsführer in den meisten Fällen nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Hierunter verbirgt sich die national und international meist verbreitete und bedeutendste Norm für unternehmensinterne Qualitätsmanagementsysteme (QM-Systeme). Ein elementarer Grundsatz der ISO 9001 ist die Prozessorientierung. Alle wesentlichen betrieblichen Prozesse kommen auf den Prüfstand. Dadurch lassen sich auch bei erfolgreichen Organisationen Optimierungsmöglichkeiten aufdecken.

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Interview

  • "Wir wollen den Mitarbeitern mehr Spielräume geben."
    Interview mit Dr. Markus Coenen und Mike Schuler, Vorstände der Süwag
    Vor 16 Jahren entstand die Süwag durch die Fusion von vier regionalen Energieversorgern. Heute setzt die Innogy-Tochter auf die zwei großen Säulen Vertrieb und Netz – und auf die  mehr anzeigen >

    Vor 16 Jahren entstand die Süwag durch die Fusion von vier regionalen Energieversorgern. Heute setzt die Innogy-Tochter auf die zwei großen Säulen Vertrieb und Netz – und auf die wesentlich kleinere Säule der Erneuerbaren. Die Vorstände Dr. Markus Coenen und Mike Schuler erklärten im Gespräch mit energate, warum Dienstwagen heute nicht mehr so wichtig sind, Kundenzentren hingegen schon.

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  • "Es ist keine gute Idee, nur zu schreien, dass es schmerzt"
    Interview mit Frédéric Gastaldo, CEO, Swisscom Energy Solutions
    Energiewende findet nicht nur in Deutschland statt. Am 21. Mai haben die Schweizer Bürger die „Energiestrategie 2050“ beschlossen, die langfristig auch einen Umbau des Energiesystems   mehr anzeigen >

    Energiewende findet nicht nur in Deutschland statt. Am 21. Mai haben die Schweizer Bürger die „Energiestrategie 2050“ beschlossen, die langfristig auch einen Umbau des Energiesystems Richtung Erneuerbare vorsieht. Wie wandeln sich die Energiemärkte, welchen Firmen gehört die Zukunft, den EVU oder der IT? Darüber sprach energate mit Frédéric Gastaldo, CEO der Swisscom Energy Solutions, welche unter der Marke Tiko innovative Dienstleistungen entwickelt und betreibt.

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  • "Einige Stadtwerke leben noch in der alten Welt."
    Interview mit Lars Dormeyer, Geschäftsführer der Deutsche Wohnen Beschaffung und Beteiligung GmbH
    Die Wohnungs- und Energiewirtschaft wachsen immer stärker zusammen und es gibt viele thematische Überschneidungen. So stehen auch Immobilienunternehmen zunehmend im Fokus der Energiewirtscha  mehr anzeigen >

    Die Wohnungs- und Energiewirtschaft wachsen immer stärker zusammen und es gibt viele thematische Überschneidungen. So stehen auch Immobilienunternehmen zunehmend im Fokus der Energiewirtschaft. e|m|w sprach mit Lars Dormeyer, Geschäftsführer der Deutsche Wohnen Beschaffung und Beteiligung GmbH, über das Verhältnis von Energieversorgern und der Immobilienbranche, optimale Quartierskonzepte sowie die Motivation seines Unternehmens, gemeinsam mit dem Energiedienstleister Getec ein Stadtwerk in Sachsen-Anhalt zu übernehmen.

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Kommentar

  • Mieterstrom: Energiewende vor Ort
    von Axel Gedaschko, Präsident, Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen
    Das Gesetz ist ein großer Erfolg für die Wohnungswirtschaft. Denn die neuen Mieterstrom-Regelungen ermöglichen nun auch gebäudeübergreifende Mieterstromprojekte. Damit rü  mehr anzeigen >

    Das Gesetz ist ein großer Erfolg für die Wohnungswirtschaft. Denn die neuen Mieterstrom-Regelungen ermöglichen nun auch gebäudeübergreifende Mieterstromprojekte. Damit rückt bei der Stromerzeugung der Blick weg vom einzelnen Gebäude hin zu Wohngebäuden, die in unmittelbarer räumlicher Nähe dazu stehen. Dadurch können auch benachbarte Mieter an der Energiewende teilhaben, deren Wohngebäude beispielsweise aufgrund von Verschattungen oder der baulichen Situation nicht als Standort für die Erzeugung von Solarstrom in Frage kommen. Das hatte der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) seit langem gefordert...

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Special: Frischer Wind im Windmarkt

  • Der Wind schafft’s
    Saubere Energie, gute Beschäftigung, echte Wertschöpfung
    von Hermann Albers, Präsident, Bundesverband Windenergie (BWE) Special Frischer Wind im Windmarkt
    Dank stabiler Rahmenbedingungen, dem Pioniergeist von mittelständischen Unternehmern und engagierten Beschäftigten ist in Deutschland eine starke Windindustrie entstanden. Wind ist die koste  mehr anzeigen >

    Dank stabiler Rahmenbedingungen, dem Pioniergeist von mittelständischen Unternehmern und engagierten Beschäftigten ist in Deutschland eine starke Windindustrie entstanden. Wind ist die kostengünstige Leitenergie im künftigen Energiesystem. Jetzt gilt es, politisch gesetzte Ziele zum Klimaschutz in den Blick zu nehmen.

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  • Offshore-Windenergie - Das richtige Zukunftsmodell?
    von Dr. Hans-Josef Zimmer, Vorstand Technik, EnBW Energie Baden-Württemberg AG
    Die Energiemärkte in Deutschland und Europa befinden sich seit geraumer Zeit in einer Umbruchsituation, die durch die Energiewende ausgelöst wurde und die gesamte Energiewirtschaft radikal v  mehr anzeigen >

    Die Energiemärkte in Deutschland und Europa befinden sich seit geraumer Zeit in einer Umbruchsituation, die durch die Energiewende ausgelöst wurde und die gesamte Energiewirtschaft radikal verändern wird. Die Geschwindigkeit, mit der sich neue Entwicklungen Bahn brechen, hat deutlich zugenommen. Veränderungen, auch gravierende Einschnitte, sind an der Tagesordnung. Und doch hat das Ergebnis der ersten Offshore-Ausschreibung in Deutschland viele überrascht. In einigen Kommentaren war gar von einer „Sensation“ die Rede und über allem stand die Frage: Von aktuell 19,4 Cent auf null – wie ist das möglich? Und was bedeutet es für die Zukunft der Offshore-Windkraft und ihren Beitrag zum Erfolg der Energiewende?

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  • Heilt die EEG-Notoperation den Fehlstart des Ausschreibungssystems?
    Die erste Auktionsrunde für Onshore-Wind
    von Nicolai Herrmann, Prokurist, Enervis
    In der ersten Ausschreibungsrunde für Wind an Land haben Bürgerenergiegesellschaften 71 Prozent aller Gebote abgegeben und 96 Prozent der Zuschläge erhalten. Um diese Dominanz zu breche  mehr anzeigen >

    In der ersten Ausschreibungsrunde für Wind an Land haben Bürgerenergiegesellschaften 71 Prozent aller Gebote abgegeben und 96 Prozent der Zuschläge erhalten. Um diese Dominanz zu brechen, hat der Bundestag Ende Juni in einer Art „Notoperation“ beschlossen, dass ab 2018 die Ausnahmeregelung fallen wird, nach der Bürgerenergiegesellschaften ohne Genehmigung nach dem Bundesimmisionsschutzgesetz Gebote abgeben dürfen. Trotzdem könnte die deutsche Windindustrie mittelfristig einer Installationsflaute entgegensehen. Die Gefahr eines Fadenrisses bei den Installationszahlen ist zwar gemindert, aber nicht gebannt.

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  • Quo vadis, Windenergie?
    Ausschreibungen zur erneuerbaren Stromerzeugung
    von Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg
    Im Mai hat die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der ersten Ausschreibung für die Windenergie an Land veröffentlicht. Ziel der Auschreibungen ist eine Kostendegression. Diese wurde auch errei  mehr anzeigen >

    Im Mai hat die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der ersten Ausschreibung für die Windenergie an Land veröffentlicht. Ziel der Auschreibungen ist eine Kostendegression. Diese wurde auch erreicht. Gleichzeitig führte das Verfahren aber zu Ergebnissen, die selbst viele Fachleute überraschten. So befinden sich nur ein Zehntel der bezugschlagten Projekte in Süddeutschland – ein Phänomen, welches sich besser nicht manifestieren sollte.

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  • Flexible Abrechnungsmöglichkeiten bei der Direktvermarktung
    von Thomas Papritz, Geschäftsführer, Aktif Technology
    Der Anteil der Direktvermarktung inklusive Bereitstellung von Regelenergie nimmt sowohl aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen als auch aufgrund fallender EEG-Vergütungssätze zu. Um maximale   mehr anzeigen >

    Der Anteil der Direktvermarktung inklusive Bereitstellung von Regelenergie nimmt sowohl aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen als auch aufgrund fallender EEG-Vergütungssätze zu. Um maximale Erlöse zu erwirtschaften, sollten Direktvermarkter ihre zugrundeliegenden Prozesse und Systeme auf die Probe stellen. Denn meist liegt die Tücke im Detail.

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e|m|w persönlich

  • Dr. Helmut Kern

Prozesse & IKT

  • Innovationsmanagement im Energiesektor
    Kerngeschäft und Innovation erfolgreich verschmelzen
    von Prof. Dr. Oliver Gassmann, Prof. Dr. Maximilian Palmié, Jonas Böhm, Raphael Bömelburg, Universität St. Gallen
    Innovationen stellen eine Kernherausforderung, aber auch eine Kernopportunität für kleinere und mittlere Energieversorger dar. Um sie erfolgreich umzusetzen, müssen diese Unternehmen be  mehr anzeigen >

    Innovationen stellen eine Kernherausforderung, aber auch eine Kernopportunität für kleinere und mittlere Energieversorger dar. Um sie erfolgreich umzusetzen, müssen diese Unternehmen bestehende Innovationsansätze adaptieren: Auf der Ebene des Managements sollten Kerngeschäft und Innovation klar getrennt werden, die Mitarbeiter muss man jedoch dazu befähigen, Innovation und Kerngeschäft parallel zu managen. Hier ist die Sensibilität der Führungskräfte gefragt.

    Der Energiesektor ist in einem fundamentalen Wandel begriffen. Dieser stellt kleine und große Energieversorger unter enormen Veränderungsdruck. Speziell ist, dass die Branche – vor allem auch von der Perspektive des Innovationsmanagements – gleichzeitig von mehreren Seiten den Druck zur Veränderung spürt. Während andere Branchen allein schon mit der Geschwindigkeit der Digitalisierung an die Grenzen der Belastbarkeit stoßen, sind Energieversorger zudem mit der politischen Energiewende, der zu verdauenden Liberalisierung und radikalen technologischen Veränderungen konfrontiert. Johannes Teyssen, CEO von E.ON hat die Magnitude dieser Veränderung recht passend beschrieben: „Es dreht sich immer noch um den Ball. Aber sogar Bayern München hat nicht die geringste Chance in der Handball-Bundesliga.“

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  • Datenrückrat sichert störungsfreien Kraftwerksbetrieb
    von Frank Zscheile, IT-Journalist
    Die 2G Energy AG setzt eine neue Software für die Informationsverwaltung ein. An diese senden auch die Blockheizkraftwerke des Unternehmens ihre Daten. Das beschleunigt den Service und es gibt we  mehr anzeigen >

    Die 2G Energy AG setzt eine neue Software für die Informationsverwaltung ein. An diese senden auch die Blockheizkraftwerke des Unternehmens ihre Daten. Das beschleunigt den Service und es gibt weniger Stillstandszeiten.

    Die 2G Energy AG produziert BHKWAnlagen mit einem Leistungsspektrum von 20 bis 4.000 kW. Das Unternehmen hat inzwischen 4.000 Anlagen in über 35 Ländern installiert. Um den wachsenden Bedarf an Blockheizkräften zu bewältigen, sind saubere Produktstammdaten, Stücklisten und vor allem ein Ersatzteilkatalog erforderlich. Dies war der Auslöser für das Unternehmen, sich näher mit dem Thema Produktdaten- und Dokumentenmanagement zu beschäftigen. Eine sogenannte Product-Lifecycle-Management- Software (PLM) ist inzwischen Dreh- und Angelpunkt für die Aufbewahrung und Verwaltung von Dokumenten verschiedener Art geworden. CAD-Modelle werden strukturiert mit Produktdaten hinterlegt Die Produktdaten wurden in der Vergangenheit in Projektordnern auf dem Server gespeichert. Der Nachteil dabei: Es entstanden redundante Daten, CAD-Modelle funktionierten nicht mehr, weil sich ein Dateipfad änderte oder jemand eine Datei verschoben hatte. So war das Auffinden von Daten des jeweils aktuellsten Modells mitunter schwierig. Weil ein großer Teil der Ersatzteile in den Konstruktionen verbaut ist, fehlte somit auch die Basis, aus den Modellen einen Ersatzteilkatalog zu erstellen. Ersatzteile pflegten die Konstrukteure damals manuell in Excel-Form, was zusätzliche Arbeit erzeugte.

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