e|m|w Ausgabe 3/2017

Daten – der neue Rohstoff

Erschienen am 08.06.2017

Big Data, Digitalisierung, Blockchain - sicher jeder von Ihnen hat diese Schlagworte schon einmal gehört. Aber was steckt dahinter? Die e|m|w nimmt sich in ihrer aktuellen Ausgabe dieses Themas an, unter dem Schwerpunktthema "Daten - der neue Rohstoff". Lesen Sie darin, wie mithilfe der Digitalisierung neue Geschäftsmodelle entstehen können und ob Blockchain wirklich der vielgepriesene Heilsträger ist.

Auch die Eon-Tochter "E-wie-einfach" arbeitet an innovativen, digitalen Lösungen. Wir sprachen mit Oliver Bolay, Geschäftsführer von E-wie-einfach, und Robert Hienz, Geschäftsführer der Muttergesellschaft Eon Energie Deutschland, anlässlich des zehnjährigen Firmenjubiläums über das vergangene Jahrzehnt und die Perspektiven des Unternehmens für die Zukunft. Ebenfalls zum Interview trafen wir Thomas Zinnöcker, Vorsitzender der Geschäftsführung des Messdienstleisters Ista. Er ist der Ansicht, dass die Politik ihr Augenmerk vermehrt auf gering-investive Maßnahmen wie ein optimiertes Verbraucherverhalten legen sollte.

Inhalt dieser Ausgabe:

Regulierung & Netze

  • Das Marktstammdatenregister kommt
    Bürokratieabbau durch Online-Registrierung
    von Peter Stratmann, Referatsleiter, Bundesnetzagentur
    Das neue Marktstammdatenregister löst das bisherige Anlagenregister ab – und ist in drei Dimensionen größer: Es enthält nicht mehr nur den Strombereich, sondern auch den Gas  mehr anzeigen >

    Das neue Marktstammdatenregister löst das bisherige Anlagenregister ab – und ist in drei Dimensionen größer: Es enthält nicht mehr nur den Strombereich, sondern auch den Gasbereich. Es enthält nicht nur neue Anlagen, sondern alle. Es enthält nicht nur die Anlagen, sondern auch deren Betreiber und alle anderen Marktakteure. Der zuständige Referatsleiter der Bundesnetzagentur, Peter Stratmann, erläutert, wie sich das Marktstammdatenregister zur zentralen Referenz für alle behördlichen und privatwirtschaftlichen Abläufe entwickeln soll und warum sich daraus nicht ein Mehr, sondern ein Weniger an Bürokratie ergibt.

    Wenn demnächst die Stromversorgung mit tausenden von kleinen Anlagen sichergestellt werden soll, dann müssen wir wissen, was wo installiert ist.“ So blickte ein Teilnehmer der Konsultation in die Zukunft, in der die Bundesnetzagentur (BNetzA) das Marktstammdatenregister gemeinsam mit dem Markt erarbeitete. Ab Juli 2017 wird das Marktstammdatenregister, abgekürzt „MaStR“, seinen Betrieb aufnehmen. Ab diesem Datum sind alle Marktakteure des Strom- und Gasmarktes verpflichtet, sich in dem neuen Register einzutragen und ihre Daten dauerhaft aktuell zu halten. Die entsprechende Verordnung steht seit dem 20. April im Bundesgesetzblatt.

    Die Netzbetreiber müssen ihre Daten bereits seit Mai ins Register eintragen, damit sie bei dessen Start im Juli vollständig enthalten sind. Dies ist erforderlich, weil sich viele Daten auf die Netzbetreiber beziehen und weil die Anschlussnetzbetreiber eine wichtige Funktion für die Sicherung der Datenqualität haben...

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  • Zurück zur lokalen Stromversorgung
    Versorgungssicherheit als oberstes Ziel
    von Dr. Manfred Benthaus, TU München
    Das umfassende Stromversorgungsnetz gilt gemeinhin als wesentlicher Bestandteil der heutigen Energieversorgung. Das Stromnetz ist aber keineswegs ein essenzieller Bestandteil einer künftigen Stro  mehr anzeigen >

    Das umfassende Stromversorgungsnetz gilt gemeinhin als wesentlicher Bestandteil der heutigen Energieversorgung. Das Stromnetz ist aber keineswegs ein essenzieller Bestandteil einer künftigen Stromversorgung, sondern vielmehr ein Auslaufmodell. In dem Beitrag wird beschrieben, wie die Transformation zu einem lokalen Energieversorgungssystem auch in der Praxis funktionieren kann.

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  • Neuberechnung des Xgen für die dritte Regulierungsperiode
    Die Stellschrauben für den Produktivitätsfaktor
    von Dr. Eva Deuchert und Sabine Streb, Regulierungsmanagerinnen, Netze BW
    Die Bundesnetzagentur muss zu Beginn der dritten Regulierungsperiode den „generellen sektoralen Produktivitätsfaktor“ (Xgen) neu bestimmen. Hierfür plant sie, unterschiedliche Da  mehr anzeigen >

    Die Bundesnetzagentur muss zu Beginn der dritten Regulierungsperiode den „generellen sektoralen Produktivitätsfaktor“ (Xgen) neu bestimmen. Hierfür plant sie, unterschiedliche Daten und Methoden zu verwenden. Dieser Artikel beschreibt den derzeitigen Stand des Verfahrens und identifiziert die wichtigen Stellhebel bei der Bestimmung des Xgen.

    Im deutschen Regulierungskontext werden die Erlöse auf Basis der Kosten eines Basisjahres bestimmt. Um exogen verursachte Kostensteigerungen innerhalb der Regulierungsperiode abzubilden, werden die Basisjahrkosten mit dem Verbraucherpreisindex (VPI) inflationiert. Der VPI misst allerdings die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Darunter fallen zum Beispiel Nahrungsmittel, Bekleidung, Kraftfahrzeuge oder Mieten. Der „generelle sektorale Produktivitätsfaktor“ (Xgen) ist daher als Korrekturfaktor für den VPI zu verstehen. Er soll den Unterschied zwischen der Kostenentwicklung beim effizienten Betrieb eines Strom- oder Gasnetzes im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Preisentwicklung abbilden (Bernstein & Sappington, 1999).

    Die Höhe des Xgen war in den ersten beiden Regulierungsperioden in der Anreizregulierung festgeschrieben und muss zu Beginn der dritten Regulierungsperiode von der Bundesnetzagentur neu festgelegt werden. Die Bundesnetzagentur hat im Dezember 2016 dazu ein Gutachten veröffentlicht (WIK, 2016). Dieses Gutachten beschreibt unterschiedliche Methoden zur Ermittlung des Xgen, beinhaltet aber keine konkreten Berechnungen. Der Xgen soll für Gas- und Stromnetzbetreiber getrennt berechnet werden...

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Beschaffung & Handel

  • Stichwort: Kognitive Barrieren determinieren den Handel
    von Dieter Hluchy
    Leonardo da Vinci hat bereits im 15. Jahrhundert postuliert, dass all unser Wissen seinen Ursprung in unseren Wahrnehmungen hat. Jeder hat wohl schon mehr als einmal zur Kenntnis nehmen müssen, d  mehr anzeigen >

    Leonardo da Vinci hat bereits im 15. Jahrhundert postuliert, dass all unser Wissen seinen Ursprung in unseren Wahrnehmungen hat. Jeder hat wohl schon mehr als einmal zur Kenntnis nehmen müssen, dass das Idealbild des vollkommen rationalen, nutzenmaximierenden Homo Oeconomicus nicht seiner Handlungsweise entspricht. Wir Menschen tendieren zu irrationalen Entscheidungen. Der Artikel gibt einen Überblick über neuere wissenschaftliche Strömungen, die sich mit der Frage auseinandersetzen, ob wir als Bauch-, Herz- oder Kopfmenschen unsere Entscheidungen treffen.

    Schon Mitte der 50iger Jahre kamen Zweifel am Idealbild des Homo Oeconomicus auf. Der US-Nobelpreisträger Herbert A. Simon zeigte, dass die wachsende wirtschaftliche Komplexität ein neues Entscheidungsverhalten deutlich werden lässt. Es dauerte weitere 20 Jahre bis die neue „Verhaltensökonomie“ ihren wissenschaftlichen Durchbruch erlebt. Als erster Deutscher erhielt der Ökonom Reinhard Selten 1994 den Nobelpreis für Ökonomie, sein intellektueller Beitrag war die Erforschung der Spieltheorie. In 2002 erhielten zwei weitere Pioniere der verhaltensorientierten Ökonomie den Nobelpreis: der Psychologe Daniel Kahneman und der Forscher Vernon Smith.

    Die Erkenntnisse der neuen Erwartungstheorie (Prospect Theory) betreffen Börsenhändler und Unternehmenslenker, auch politische Äußerungen von Entscheidern finden damit eine Erklärung. Als Pioniere der Verhaltensökonomie gelten die Psychologen Daniel Kahneman und Amos Tversky. Ihre Aufsätze „Judgement under Uncertainty: Heuristics and Biases (1982)“ sowie „Prospect Theory: An Analysis of Decision under Risk (1979)“ sind prägend auf dem Gebiet der Entscheidungsforschung. Die Theorie sagt nicht, wie wir uns verhalten sollten, sondern beschreibt, wie sich Menschen tatsächlich verhalten...

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  • Temperaturrisiken im Gasgeschäft managen
    Absatzschwankungen absichern und absteuern
    von Ingmar Schaaff und Dr. Markus Schicks, RWE Supply & Trading
    Insbesondere durch starke Temperaturabhängigkeit ergeben sich im B2C-Segment für Gasabsatzportfolien Risiken, die der Mengenvariation zuzurechnen sind. Weitere Wetterrisiken ergeben sich aus  mehr anzeigen >

    Insbesondere durch starke Temperaturabhängigkeit ergeben sich im B2C-Segment für Gasabsatzportfolien Risiken, die der Mengenvariation zuzurechnen sind. Weitere Wetterrisiken ergeben sich aus der Unsicherheit von Wind- und Sonneneinstrahlungsvorhersagen, wobei beide eine untergeordnete Rolle spielen. Abnahmegetriebene Risiken im B2B-Segment begründen sich insbesondere durch Intraday-Lastschwankungen. Für das Management aller genannten Risiken bieten sich unterschiedliche Ansätze, die im Folgenden theoretisch und am Beispiel des rekordwarmen Winters 2015/16 erläutert werden.

    Absicherung temperaturgetriebener Risiken
    Wetterrisiken im B2C-Portfolio
    Wetterrisiken realisieren sich immer dann, wenn die tatsächliche Temperatur von der durchschnittlichen, prognostizierten Temperatur wesentlich abweicht und gleichzeitig der Spot-Gaspreis sich vom Forward-Preis zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses unterscheidet. Aufgrund der sehr starken Korrelation der Temperaturentwicklung innerhalb Deutschlands gibt es durch einen bundesweiten Absatz quasi keine Portfolioeffekte.

    Selbst das Portfolio auf Nachbarländer auszuweiten, zum Beispiel die Niederlande oder Tschechien, bewirkt keine nennenswerte Diversifikation. Erst jenseits des Ärmelkanals sind Wetterausprägungen ausreichend unterschiedlich und ermöglichen eine leichte Risikoreduktion. Verlauf des Winters 2015/16 Im Winter 2015/16 überlappten sich zwe

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Marketing & Vertrieb

  • Wirkungen von Regionalsponsoring
    Vom Bauchgefühl zur faktenbasierten Strategieentwicklung
    von Thomas Lehr, Geschäftsführer, und Markus Schubert, Prokurist, Conoscope
    Energieversorger sind wichtige Impulsgeber für Städte, Gemeinden und Regionen. Neben dem Kerngeschäft und den damit verbundenen Impulsen für Wirtschaft und Bevölkerung geh&oum  mehr anzeigen >

    Energieversorger sind wichtige Impulsgeber für Städte, Gemeinden und Regionen. Neben dem Kerngeschäft und den damit verbundenen Impulsen für Wirtschaft und Bevölkerung gehört die Unterstützung des Gemeinwohls zum Grundverständnis der Energieversorger. Dieser Artikel soll zeigen, welche Rolle Sponsoring im Kommunikationsmix einnimmt und wie sich aus Sponsoring-Erfolgsanalysen eine entsprechende Strategie ableiten lässt.

    Auf der einen Seite streben Unternehmen mit einem Sponsoring die positive Veränderung oder die Festigung ihres Markenimages an. Auf der anderen Seite benötigen Sportvereine, Kultur- und Bildungsinstitutionen, Umweltorganisationen und Einrichtungen in sozialen Bereichen für die Erfüllung ihrer Aufgaben finanzielle Unterstützung, zum Beispiel zur Durchführung von Veranstaltungen. Solche Veranstaltungen haben in der Regel aufgrund des Medien- und Publikumsinteresses eine gewisse Aufmerksamkeitswirkung. Die Erwartung an ein Sponsoring ist, dass es in einem von der Zielgruppe positiv wahrgenommenen Umfeld sichtbar wird und die Zielgruppe zum Sponsoring-Nehmer (Gesponserter oder Sponsoree) positiv eingestellt ist. In dieser Konstellation wird erwartet, dass es zu einem positiven Transfereffekt vom Image des Sponsoree zum Image des Sponsors kommt...

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Energieeffizienz & Erzeugung

  • Wärmelösungen der Zukunft
    von Dr. Romeo Deplazes, Bereichsleiter Energiedienstleistungen, Energie 360°
    Noch nie war das Angebot an Technologien und Energieträgern zum Heizen so groß wie heute. Das bedeutet für Entscheider eine Vielzahl von Wahlmöglichkeiten. Diese Wahl sollten sie   mehr anzeigen >

    Noch nie war das Angebot an Technologien und Energieträgern zum Heizen so groß wie heute. Das bedeutet für Entscheider eine Vielzahl von Wahlmöglichkeiten. Diese Wahl sollten sie sorgfältig treffen, damit sich die Lösung auch in Zukunft bewährt.

    Als wichtiges Entscheidungskriterium neben dem Preis hat sich in den letzten Jahren die ökologische Nachhaltigkeit entwickelt. Viele Wohneigentümer achten heute auf Aspekte wie Herkunft der Energieträger, lokale Wertschöpfung, Emissionen und Klimawirkung sowie die Ausbeutung knapper Ressourcen – teilweise sogar auf geopolitische und soziale Auswirkungen.

    Technologischer Fortschritt
    Dass gleich mehrere ökologische Wärmelösungen zu einer Option wurden, lässt sich mit dem technologischen Fortschritt begründen: Neue Heiztechnologien sind marktreif geworden. Das hat etwa für das Comeback von Holz als Energieträger in Form von Holzpellets und dank Wärmepumpen verschiedener Arten zum Durchbruch von Umgebungswärme als Heizenergie gesorgt. Auch Gasheizungen lassen sich heute zu einem hohen Anteil oder sogar vollständig mit erneuerbarer Energie betreiben. Viele Energieunternehmen ermöglichen ihren Kunden, den Anteil Biogas selbst zu wählen. Kombiniert mit Sonnenkollektoren für Warmwasser und zur Heizungsunterstützung oder mit einer Photovoltaikanlage entsteht ein besonders nachhaltiges Energiesystem.

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  • Ein-Mühlenbetrieb bei Kohlekraftwerken
    von Hans-Christian Schröder, Senior Expert Power Plants, TÜV SÜD Industrie Service
    Um die Einspeiseschwankungen erneuerbarer Energien auszugleichen, müssen konventionelle Anlagen flexibler werden. Dafür kommen durchaus auch alte Kohlekraftwerke in Betracht. Wenn sie bestim  mehr anzeigen >

    Um die Einspeiseschwankungen erneuerbarer Energien auszugleichen, müssen konventionelle Anlagen flexibler werden. Dafür kommen durchaus auch alte Kohlekraftwerke in Betracht. Wenn sie bestimmte Voraussetzungen wie die Tangentialfeuerung mitbringen, können regelungstechnische Änderungen schon ausreichen, um die Meiler flexibler zu fahren.

    Eine komplette Stromversorgung mit erneuerbaren Energien ist das Ziel – mit der Realität hat das allerdings noch wenig zu tun. Bis zu 70 Gigawatt pro Tag kann der benötigte Restwert in Deutschland schwanken, den erneuerbaren Energien nicht abdecken. Diese Energielücke schließen konventionelle Kraftwerke. Sie sind „regelbar“, das heißt, sie speisen unabhängig von Wind und Sonne Energie ins Stromnetz ein. Dabei gilt es für die Betreiber, die Fahrweise ihrer Anlagen zu flexibilisieren. Schnelles Anund Abfahren, permanente Lastwechsel und bei Bedarf längerer Betrieb im unteren Teillastbereich sind charakteristisch dafür.

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Interview

  • Interview mit Robert Hienz, Geschäftsführer Eon Energie Deutschland, und Oliver Bolay, Geschäftsführer E-wie-einfach
    von Michaela Tix

    Vor zehn Jahren brachte Eon mit ihrer Tochter E-wie-einfach Schwung in den Wettbewerb. Nun ziehen die Geschäftsführer Bilanz.

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    Vor zehn Jahren brachte Eon mit ihrer Tochter E-wie-einfach Schwung in den Wettbewerb. Nun ziehen die Geschäftsführer Bilanz.

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  • Interview mit Thomas Zinnöcker, Vorsitzender der Geschäftsführung, Ista GmbH
    von Christian Seelos
    Der Chef des Essener Energiedienstleisters Ista, Thomas Zinnöcker, wünscht sich mehr energiepolitische Verlässlichkeit. Im Interview mit der e|m|w fordert er einen langfristigen Energie  mehr anzeigen >

    Der Chef des Essener Energiedienstleisters Ista, Thomas Zinnöcker, wünscht sich mehr energiepolitische Verlässlichkeit. Im Interview mit der e|m|w fordert er einen langfristigen Energievertrag, der über Legislaturperioden hinweg Gültigkeit besitzt und den Unternehmen Planbarkeit gibt. Mit diesem Plan sollte die Politik auch ihren aktuellen energiepolitischen Kurs hinterfragen. Den reinen Fokus auf den Ausbau der Windund Solarenergie und die Elektrifizierung aller Märkte sieht Zinnöcker skeptisch. Stattdessen sollte die Politik mehr Augenmerk auf gering-investive Maßnahmen wie ein optimiertes Verbraucherverhalten legen.

    e|m|w:
    Herr Zinnöcker, mit dem Gebäudeenergiegesetz ist einmal mehr ein Gesetzesvorhaben gescheitert, das Schwung in die Wärmewende bringen sollte. Am Entwurf der Bundesregierung gab es viel Kritik, aus Ihrer Sicht zu Recht?

    Thomas Zinnöcker:
    Man kann sicher sagen, dass der Entwurf zum geplanten Gebäudeenergiegesetz grundsätzlich eine richtige Problematik adressierte, nämlich die drei – sich teilweise widersprechenden – Vorschriften EnEV, EnEG und EEWärmeG zusammenzuführen. Inhaltlich gab es aber einige Knackpunkte, die letztlich ja auch zum Scheitern des Vorhabens geführt haben...

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Kommentar

  • IT-Systeme schützen – Bürokratie vermeiden
    von Stefan Kapferer, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung, BDEW
    Die Energiewirtschaft durchläuft gegenwärtig eine doppelte Transformation: Neben der Energiewende verändert die Digitalisierung alle Bereiche von der Erzeugung über den Transport b  mehr anzeigen >

    Die Energiewirtschaft durchläuft gegenwärtig eine doppelte Transformation: Neben der Energiewende verändert die Digitalisierung alle Bereiche von der Erzeugung über den Transport bis zum Handel grundlegend. Beide Entwicklungen greifen dabei unmittelbar ineinander – die Energiewende ist das größte nationale IT-Projekt aller Zeiten.

    Die Integration von heute über 1,6 Mio. – vor allem dezentralen und regenerativen – Erzeugungsanlagen mit ihrer schwankenden Einspeisung schafft eine Komplexität, die nur mithilfe digitaler Systeme und einer hochmodernen Infrastruktur gelingt. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und das Maß an Komplexität werden in Zukunft weiter zunehmen. In keiner anderen Branche fallen perspektivisch mehr Daten an. Zugleich wachsen die Anforderungen an Datensicherheit, Datenschutz und die IT-Sicherheit.

    IT-Sicherheit ist in der Energiewirtschaft eine Daueraufgabe von höchster Priorität. Im Zuge des IT-Sicherheitsgesetzes 2015 hat die Bundesregierung auch national einheitliche Sicherheitsstandards definiert... 

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Marktüberblick

  • Projektierer von Erneuerbaren-Anlagen
    von Mareike Lickfeld

Special: Daten – der neue Rohstoff

  • Datenbasierte Chancen für EVU
    Geschäftsmodellansätze vor dem Hintergrund der Digitalisierung
    von Jochen Schneider, Sami Madani und Manuel Pitsch, Berater, The Advisory House
    Digitalisierung wird heiß diskutiert und betrifft mittlerweile viele Branchen und Industrien. Auch für Energieversorger bietet sie eine Reihe von Chancen. Neben der Möglichkeit, Effizi  mehr anzeigen >

    Digitalisierung wird heiß diskutiert und betrifft mittlerweile viele Branchen und Industrien. Auch für Energieversorger bietet sie eine Reihe von Chancen. Neben der Möglichkeit, Effizienzen im traditionellen Commoditygeschäft zu heben, ist durch die Digitalisierung eine Vielzahl neuer Geschäftsansätze und -modelle denkbar, die zum Teil weit über den Bereich Energie hinausgehen. Allen Überlegungen im Hinblick auf digitale Geschäftsmodelle ist gemein, dass die Sammlung und Auswertung von Daten eine entscheidende Rolle spielt. Sehr oft ist in diesem Zusammenhang von Plattformen als Geschäftsmodell die Rede. Der folgende Artikel gibt eine Übersicht zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf Versorger und zeigt Ansätze im Umgang mit Daten und Plattform- Modellen auf.

    Während man bis ins vergangene Jahrhundert hinein unter Digitalisierung vorrangig die digitale Speicherung bislang analoger Informationen verstand, werden heute im weitestgehenden Sinne alle Formen der digitalen Vernetzung, Kommunikation und Datenflüsse darunter zusammengefasst. Damit hat die Digitalisierung Einfluss auf die Art und Weise unserer Kommunikation und Nutzung technischer Geräte, ebenso wie auf die meisten unserer beruflichen Tätigkeiten und Prozesse.

    Multi-direktionaler Datenfluss 
    Wesentlicher Treiber der Digitalisierung ist die allgegenwärtige Verfügbarkeit und Nutzung von Informationen zu immer niedrigeren Grenzkosten. Dabei wandelt sich die Form des Datenaustauschs weg von unidirektionalen hin zu multidirektionalen Informationsflüssen zwischen Nutzer, Betreiber, Anbieter und Produzent.

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  • Messtechnik in Verteilnetzen
    Von Big Data zum Minimalismus
    von Martin Witzsch, freier Journalist im Auftrag der Janitza Electronics GmbH
    Lastflüsse und besondere Ereignisse, wie kurzzeitige Spannungsschwankungen, im Bereich der Niederspannung sehr wenig bekannt. Diese Informationen werden jedoch durch den Photovoltaik-Boom der let  mehr anzeigen >

    Lastflüsse und besondere Ereignisse, wie kurzzeitige Spannungsschwankungen, im Bereich der Niederspannung sehr wenig bekannt. Diese Informationen werden jedoch durch den Photovoltaik-Boom der letzten Jahre und die städtische Nachverdichtung immer wichtiger. In Erlangen entwickeln die Stadtwerke zusammen mit der dortigen Universität eine Methode, die mit einem Minimum an Messdaten ein möglichst genaues Bild des städtischen Netzes liefert. Die dabei genutzte Messtechnik stellt ganz nebenbei viele Zusatzinformationen bereit, die bares Geld wert sind.

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  • Eintrittskarte Blockchain
    von Konstantin Graf, Senior Consultant, Altran
    Die Blockchain-Technologie als nächste Stufe der Digitalisierung der Energiewirtschaft hat das Potenzial, die bisher bestehenden Strukturen des Energiemarktes mit zentralen Energiehändlern g  mehr anzeigen >

    Die Blockchain-Technologie als nächste Stufe der Digitalisierung der Energiewirtschaft hat das Potenzial, die bisher bestehenden Strukturen des Energiemarktes mit zentralen Energiehändlern gravierend zu verändern. Ein Lehrstück in Disruption.

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  • Digitalisierung bei Energieversorgern
    Zügige Umsetzung ist erforderlich
    von Markus Mrozyk, Associate Partner, Rödl & Partner Special Daten − der neue Rohstoff
    Das Thema „Digitalisierung“ hält Energieversorgungsunternehmen zunehmend in Atem. Die meisten haben die Chancen der Digitalisierung erkannt, nutzen ihre Potenziale bislang allerdings   mehr anzeigen >

    Das Thema „Digitalisierung“ hält Energieversorgungsunternehmen zunehmend in Atem. Die meisten haben die Chancen der Digitalisierung erkannt, nutzen ihre Potenziale bislang allerdings nicht hinreichend. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Geschäftsprozesse und IT im Unternehmen transformieren – Potenziale nachhaltig nutzen“.

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Prozesse & IKT

  • Investitions- und Maßnahmen-Controlling
    von Michael Springer, Senior Sales Manager, Prevero
    Netzbetreiber und Energieversorgungsunternehmen wünschen sich eine maximal mögliche Datentransparenz, sowohl für den kaufmännischen als auch für den technischen Bereich. Dabei  mehr anzeigen >

    Netzbetreiber und Energieversorgungsunternehmen wünschen sich eine maximal mögliche Datentransparenz, sowohl für den kaufmännischen als auch für den technischen Bereich. Dabei sollen alle Daten in einem einzigen System vorgehalten werden. Zudem sollen die Daten – im Gegensatz zu Excel – verlässlich sein.

    Die Arbeitsabläufe einer Netzgesellschaft sind bekannt. Da geht es unter anderem um das Erlöspfadmanagement, um die Kalkulation der Netznutzungsentgelte, um das Management von EEG und KWKG oder um das Vorhalten der aktuellen Regulierungsdatenbank. Das sind alles sehr anspruchsvolle, zeitintensive und auch kleinteilige Aufgaben, die es gilt, frist- und vor allem auch budgetgerecht umzusetzen. Vor dieser Herausforderung stand auch die Netzgesellschaft der Stadtwerke Duisburg, die ihre jeweiligen Aktivitäten nicht nur sinnvoll planen, sondern auch systemgestützt abarbeiten wollte. Der Wunsch des Unternehmens war es, zu jedem Zeitpunkt genau zu wissen, wo es mit jeder einzelnen Maßnahme, aber auch verdichtet mit allen Maßnahmen stand, welche Budgets welcher Maßnahme zugeordnet waren, und ob alle Projekte nach Plan liefen.

    Zahlen nicht durchgängig aufschlussreich
    Wenn es um den reinen Budgetabgleich geht, arbeiten heute bereits viele Unternehmen mit SAP-Lösungen und werten auf diesem Wege ihre Zahlen aus. Für die Euro-Zahlen erzielen sie dabei sicherlich sehr genaue Ergebnisse, aber Vorsicht: Die ausgewiesenen Zahlen sind nicht automatisch durchgängig aufschlussreich. Denn wenn ein Netzbetreiber über ein Jahr verteilt 100 Maßnahmen geplant, dafür 40 Mio. Euro budgetiert und zur Jahresmitte 20 Mio. ausgegeben hat, könnte er meinen, er sei im Plan. Letztendlich hat aber der reine Budgetwert von 20 Mio. Euro keinerlei Aussagekraft. Denn viel interessanter hinsichtlich der geplanten Maßnahmen sind Zeit- und Ressourcenfaktoren. So könnte es sein, dass einige Projekte weit über Plan liegen − auch, was das Budget angeht − dafür aber andere Maßnahmen entgegen der ursprünglichen Planung noch gar nicht gestartet sind. Und das könnte den Masterplan ganz schön durcheinanderbringen...

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  • Einstieg in das intelligente Messwesen
    Handlungsoptionen für die Prozess- und IT-Unterstützung
    von Lars Austermann, Prokurist und Managing Director Energie, BTC
    Die Digitalisierung der Energiewende führt zu einer grundlegenden Neugestaltung der Zählerlandschaft. Stadtwerke und Netzbetreiber müssen mit Blick auf die eigene Geschäftsstrategi  mehr anzeigen >

    Die Digitalisierung der Energiewende führt zu einer grundlegenden Neugestaltung der Zählerlandschaft. Stadtwerke und Netzbetreiber müssen mit Blick auf die eigene Geschäftsstrategie sowie auf die verfügbare IT-Landschaft abwägen, auf welchem Weg ein intelligenter Messstellenbetrieb – inklusive Gateway-Administration – sicher und kostengünstig umzusetzen ist. Das schließt die Frage nach Eigen- oder Fremdleistung auf unterschiedlichen Leistungsebenen ein, genauso wie die Frage nach alternativen Lizenzierungs- und Betriebsmodellen wie Cloud Computing in der IT.

    Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende, das im vergangenen Jahr beschlossen wurde, hat der Gesetzgeber die Weichen endgültig gestellt: Seit dem Jahresauftakt nimmt der Rollout im intelligenten Messstellenbetrieb (iMSB) Fahrt auf. Im Rahmen von größeren Sanierungen oder Neubauten sind zumindest moderne Messeinrichtungen einzubauen. Mit der Marktverfügbarkeit von Smart-Meter- Gateways, deren Zertifizierung durch das BSI in diesem Jahr erwartet wird, schreibt das Gesetz den Einsatz intelligenter Messsysteme für bestimmte Kundengruppen vor. Damit müssen Netzbetreiber automatisch den intelligenten Messbetrieb vom traditionellen Verteilnetz- und Zählermanagement buchhalterisch trennen. Kurzum: Für Energieversorger gilt es daher, schnellstmöglich die Prozess- und IT-Infrastruktur für den intelligenten Messbetrieb vorzubereiten.

    Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende einschließlich des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) hält in dieser Hinsicht für Stadtwerke und Netzbetreiber zwei „harte Nüsse“ parat. Erstens definiert es auf allen Ebenen neue Rahmenbedingungen für Marktrollen, Prozesse und IT-Unterstützung. Und zweitens − und das ist vermutlich eine der größten Herausforderungen in der Startphase – diktiert der Gesetzgeber sehr enge Preisobergrenzen. Selbst wenn anfangs nur wenige Messpunkte zu managen sind, stehen Stadtwerke und Netzbetreiber unter Zugzwang, neue beziehungsweise zusätzliche Infrastruktur, IT-Systeme und Applikationen zu realisieren. Die Wirtschaftlichkeit von IT-Investitionen insbesondere zum Rollout- Beginn ist jedoch fraglich. Eng damit verflochten ist die Frage nach der eigenen Leistungserbringung und -tiefe entlang der Wertschöpfungskette. Mit Blick auf die Kostenstrukturen werden neue Optionen für alternative Lizenzierungs- und Betriebsmodelle interessant, wie sie Konzepte des Cloud Computing eröffnen...

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