e|m|w Ausgabe 2/2017

Das Stadtwerk im Wandel

Erschienen am 01.04.2017

Die Umweltverbände schlagen schon lange Alarm, nun hat sich auch das Umweltbundesamt zu Wort gemeldet: Deutschland wird voraussichtlich seine CO2-Ziele verfehlen. Größter Emittent ist nach wie vor die Energiewirtschaft. Doch gerade Stadtwerke haben die Zeichen der Zeit längst erkannt. "Das Stadtwerk im Wandel" lautet daher auch der Titel unseres aktuellen Specials. Darin lesen Sie, wie Stadtwerke neue Wege beschreiten. So wollen die Stadtwerke Osnabrück mit ihrem Carsharing-Angebot auch dazu beitragen, die Emissionen im Verkehr zu reduzieren. Oder die Stadtwerke Kiel: Sie bauen ein Gasmotorenkraftwerk, das flexibel auf die fluktuierende Erneuerbaren-Einspeisung reagieren kann. Die Stadtwerke Heidelberg setzten ein intelligentes Areal-Konzept in ihrer Heimatstadt um. 

Passend zu unserem Schwerpunktthema sprachen wir auch mit zwei Chefs kommunaler Unternehmen. Klaus Eder, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, erläutert im Interview die neue Geschäftsstrategie seines Unternehmens. In die Tiefen der Geothermie führt uns Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke München. Lesen Sie zudem ein Interview mit den beiden Geschäftsführern der Rheinischen Netzgesellschaft, Ulrich Groß und Karsten Thielmann. Sie wehren sich dagegen, dass die Verteilnetzbetreiber Kompetenzen in die Übertragungsnetzebene abgeben sollen. Last but not least sei Ihnen unser Round Table zum Thema Wärmewende ans Herz gelegt. Ausgewählte Experten diskutierten darüber, wie die Emissionsziele der Bundesrepublik im Wärmesektor erreicht werden können.

Inhalt dieser Ausgabe:

Regulierung & Netze

  • Wege zur wirtschaftlichen Eigenversorgung
    EEG- und KWK-Novellen bieten Chancen für Neu- und Bestandsanlagen
    von Maik Sinagowitz, Felix Thul, und Felix Neuschwander, Berater, PricewaterhouseCoopers AG

    Seit dem Inkrafttreten des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) 2014 wird grundsätzlich eine Mindestumlage für das „Eigenstromprivileg“ erhoben. Die Novellierungen des EEG...  mehr anzeigen >

    Seit dem Inkrafttreten des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) 2014 wird grundsätzlich eine Mindestumlage für das „Eigenstromprivileg“ erhoben. Die Novellierungen des EEG und auch des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) zum 1. Januar 2017 brachten weitere Veränderungen für bestehende und neue Anlagen mit sich. Auch nach ihnen bleibt die Eigenstromerzeugung für bestimmte Stromletztverbraucher attraktiv. Professionelle Analysen können Kostensenkungspotenziale identifizieren helfen.

    Eigenversorgungssachverhalte („EVS“) zeichnen sich in der Regel durch den Betrieb von dezentralen Erzeugungsanlagen aus, die zum Zweck der Energieversorgung einzelner Verbraucher errichtet werden. Es handelt sich dabei häufig um Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen („KWK-Anlagen“) oder auch (bisher vergleichsweise seltener) um Stromerzeugungsanlagen - darunter Solar- und Windanlagen. EVS existieren in Deutschland seit Jahrzehnten vorwiegend an Standorten energieintensiver Industriebetriebe, z. B. in Chemieparks, Raffinerien und Papierfabriken, wo Wärme in Form von Prozessdampf und Strom gleichermaßen benötigt werden. Fossil befeuerte Energieerzeugungsanlagen zur Eigenversorgung wurden teilweise bereits beträchtliche Zeit vor dem Inkrafttreten der gesetzlichen Fördertatbestände des ersten EEG im Jahr 2000 und des ersten KWKG im Jahr 2002 in Betrieb genommen.

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  • Die Umsetzung von MAD und MAR in Energieunternehmen
    von Dr. Susann Funke, Rechtsanwältin, Funke Advisory

    Die Marktmissbrauchsrichtlinie Market Abuse Directive II (kurz MAD II) und die Market Abuse Regulation (kurz MAR) bilden – gemeinsam mit der bereits Ende 2011 in Kraft getretenen Verordnung...  mehr anzeigen >

    Die Marktmissbrauchsrichtlinie Market Abuse Directive II (kurz MAD II) und die Market Abuse Regulation (kurz MAR) bilden – gemeinsam mit der bereits Ende 2011 in Kraft getretenen Verordnung REMIT – den europäischen Rechtsrahmen für das Verbot des Marktmissbrauchs. Die Richtlinien betreffen auch den Energiehandel. Die Branche muss sich daher mit ihnen sowie den dazugehörigen Richtlinien auseinander setzen.

    Die MAR galt bereits Anfang Juli 2014. Die an Emittenten und sonstige Marktteilnehmer gerichteten Bestimmungen sind jedoch erst am 3. Juli 2016 in Kraft getreten. Seit Inkrafttreten der MAR gibt es zahlreiche Leitlinien, die nähere Einzelheiten zu abstrakt-generell gehaltenen Regelungen der MAR treffen. Eine dieser Leitlinien ist die „MAR Leitlinie zu Informationen über Warenderivate oder verbundene Sportmärkte im Hinblick auf die Definition von Insiderinformationen über Warenderivate“. Diese Leitlinie gilt für zuständige Behörden und Anleger, Finanzintermediäre, Betreiber von Handelsplätzen, aber auch für Personen, die gewerbsmäßig Geschäfte mit Warenderivaten vermitteln oder ausführen (gemeinsam bezeichnet als „Marktteilnehmer“). Folglich können potentiell auch Energieunternehmen betroffen sein.

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Beschaffung & Handel

  • Algorithmic Trading
    Der Einsatz von Handelsalgorithmen in der Energiewirtschaft
    von Krischan Keitsch, Nikolaus Bornhöft, Johannes Becker, Andreas Wieland, Berater, Exxeta

    Die europäischen Energiemärkte unterliegen aktuell tiefgreifenden Veränderungen. Eine Automatisierung des Handels stellt eine Möglichkeit dar, diesen Umwälzungen zu...  mehr anzeigen >

    Die europäischen Energiemärkte unterliegen aktuell tiefgreifenden Veränderungen. Eine Automatisierung des Handels stellt eine Möglichkeit dar, diesen Umwälzungen zu begegnen. Im Fokus der Öffentlichkeit steht dabei insbesondere der Algorithmische Handel. Daneben ist ein sicherer Betrieb maßgebliche Voraussetzung für einen Einsatz im Rahmen der Digitalisierung der Energiewirtschaft.

    Das europäische Energiesystem ändert sich durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und den Einsatz von intelligenten Messsystemen fundamental. Da Strom aus erneuerbaren Quellen fluktuierend und teilweise schwer prognostizierbar ist, müssen dessen Vermarkter die Erzeugungsposition kontinuierlich nachjustieren. Die Bereitstellung von quasi Echtzeit-Verbrauchsdaten von Haushalts- und Gewerbekunden erlaubt es zudem, zukünftig vermehrt untertägig Verbrauchspositionen anzupassen.

    Allein durch diese beiden Entwicklungen nehmen Liquidität und Aktivität an den Intraday-Märkten zu. Weitere Treiber dieser Märkte sind das Bestreben, Bilanzkreisabweichungen und die damit verbundenen Ausgleichsenergiekosten zu vermeiden sowie generelle Kostensenkungsbemühungen. Daneben erhöhen neue Produkte wie Viertelstunden- und Halbstundenprodukte den Aufwand bei Intraday-Händlern und erfordern zunehmend eine Bewirtschaftung im 24/7-Schichtbetrieb. 

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Marketing & Vertrieb

  • Chancen und Risiken im Vertrieb von Wärmestrom
    Herausforderungen für die Kalkulation
    von Thomas Wolfrum, Leiter Produktentwicklung, Get AG

    Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2009 standen elektrische Speicherheizsysteme in bestimmten Gebäuden vor dem Aus. Die EnEV-Novelle aus dem Jahr 2013 hob das Verbot dieser...  mehr anzeigen >

    Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2009 standen elektrische Speicherheizsysteme in bestimmten Gebäuden vor dem Aus. Die EnEV-Novelle aus dem Jahr 2013 hob das Verbot dieser Geräte jedoch wieder auf, so dass sie quasi eine Renaissance erfuhren. Zumindest haben sie ihren Stand seit 2010 halten können. Laut dem für das Berichtsjahr 2015 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt gemeinsam herausgegebenen Monitoringbericht betrug der Anteil an Heizstrom für Kunden mit Standardlastprofil (SLP) bezogen auf den Gesamtstromabsatz 8,7 Prozent (vgl. Abb.1). Die Lieferung verteilte sich auf 1,6 Mio. Zählpunkte mit Nachtspeicherheizungen sowie rund 377.000 Zählpunkte mit elektrisch betriebenen Wärmepumpen.

    Wärmepumpen im Aufwind Deren Anteil könnte deutlich wachsen. Dafür spricht zum einen der nach Angaben des Bundesverbandes Wärmepumpe mit 65.000 Heizungswärmepumpen um 17 Prozent gestiegene Absatz allein in 2016. Zum anderen misst die Politikberatung Agora Energiewende in ihrer im Februar 2017 vorgestellten Studie „Wärmewende 2030“ gerade umweltfreundlichen Wärmepumpen perspektivisch eine tragende Rolle bei.

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Energieeffizienz & Erzeugung

  • Erdwärme statt Kohle
    Grubenwassernutzung in Bochum
    von Stefan Hager, Servicebereichsleiter, RAG

    Mit dem Rückzug des Steinkohlenbergbaus in Deutschland hinterlässt die Industriebranche alte Zechen und Schächte. Sie bergen aber weiterhin energetisches Potenzial. Sogenannte...  mehr anzeigen >

    Mit dem Rückzug des Steinkohlenbergbaus in Deutschland hinterlässt die Industriebranche alte Zechen und Schächte. Sie bergen aber weiterhin energetisches Potenzial. Sogenannte Wasserhaltungsstandorte dienen heute auch als leistungsfähige Wärmelieferanten. Ein Beispiel dafür ist der ehemalige Bergbaustandort Robert Müser.

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  • Speicher für 80 Prozent Ökostrom
    von Jonas Hufen und Prof. Dr. Arne Graßmann, Hochschule Niederrhein

    Die Energiewende bringt starke Veränderungen in die Struktur der Stromerzeugung. Energiespeicher ermöglichen es, die nicht beeinflussbare Stromproduktion aus regenerativen...  mehr anzeigen >

    Die Energiewende bringt starke Veränderungen in die Struktur der Stromerzeugung. Energiespeicher ermöglichen es, die nicht beeinflussbare Stromproduktion aus regenerativen Energieträgern zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. Dennoch müssen auch in Zukunft große Kapazitäten an konventionellen Kraftwerken vorgehalten werden.

    Die Anforderungen an den konventionellen Kraftwerkspark steigen zudem deutlich. Neben Technologien zur Speicherung von Energie müssen Strategien für die angebotsgesteuerte Nutzung von Strom (Demand Side Management) entwickelt werden.

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Interview

  • Interview
    Interview mit Klaus Eder, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm
    von Stefanie Dierks

    Investitionen in den konventionellen Kraftwerkspark haben den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm millionenschwere Verluste eingebracht. Ein Grund, sich auf seine Kerngeschäftsfelder zurückzuziehen,   mehr anzeigen >

    Investitionen in den konventionellen Kraftwerkspark haben den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm millionenschwere Verluste eingebracht. Ein Grund, sich auf seine Kerngeschäftsfelder zurückzuziehen, ist das für Geschäftsführer Klaus Eder jedoch nicht. Im Gegenteil – das Unternehmen investiert kräftig in potenzielle Geschäftsfelder wie Elektromobilität, Mieterstrommodelle und Speicher. Eder verriet e|m|w-Redakteurin Stefanie Dierks darüber hinaus, warum Naturschützer beim Ausbau der erneuerbaren Energien manchmal selbst umweltfreundlichen Lösungen im Weg stehen und warum man im Vertrieb auch einfach mal Glück haben muss.

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  • Interview
    Interview mit Dr. Ulrich Groß, Technischer Geschäftsführer, und Karsten Thielmann, Kaufmännischer Geschäftsführer, Rheinische Netzgesellschaft mbH
    von Michaela Tix

    Unter den Verteilnetzbetreibern formiert sich Widerstand, dass zu viele Daten und Kompetenzen in Richtung Übertragungsnetzbetreiber wandern. e|m|w-Redakteurin Michaela Tix sprach mit den...  mehr anzeigen >

    Unter den Verteilnetzbetreibern formiert sich Widerstand, dass zu viele Daten und Kompetenzen in Richtung Übertragungsnetzbetreiber wandern. e|m|w-Redakteurin Michaela Tix sprach mit den beiden Geschäftsführern der Rheinischen Netzgesellschaft (RNG), einer der größten Verteilnetzbetreiber Deutschlands, über die Hintergründe. Logistische Herausforderungen sind in ihren Augen zudem die anstehende Marktraumumstellung im Gasbereich sowie der Smart-Meter-Rollout.

    e|m|w:
    Auf Seite der Verteilnetzbetreiber werden kritische Stimmen lauter, die vor einem zu starken Einfluss der Übertragungsnetzbetreiber warnen. Was steckt dahinter?

    Karsten Thielmann:
    Es ist offensichtlich, dass durch die Erneuerbaren Flexibilität in die Verteilnetze verlagert wird und die Verteilnetze in einem dezentralen Energiesystem an Bedeutung gewinnen. Aber es werden uns Verteilnetzbetreibern nicht mehr Kompetenzen zugestanden, sondern es wird im Gegenteil versucht, die Kompetenzen der Übertragungsnetzbetreiber mit dem Holzhammer so zurecht zu klopfen, dass diese ihre bisherige Funktion auch in den Verteilnetzen wahrnehmen können.

    e|m|w:
    Können Sie Beispiele nennen?

    Karsten Thielmann:
    Die sternförmige Kommunikation im Rahmen des Digitalisierungsgesetzes ist ein prominentes Beispiel aus dem vergangenen Jahr, aber nur die Spitze des Eisbergs. Die Verteilnetzbetreiber geben hier ihre Bilanzierungsverantwortung an die Übertragungsnetzbetreiber ab, aber nicht für alle, sondern nur sukzessive für die vom Rollout betroffenen intelligenten Messsysteme.

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  • Interview mit Dr. Wolfram Vogel, Director Public & Regulatory Affairs der Strombörse Epex Spot
    von Michaela Tix

    Die ab Sommer 2018 geplante Aufteilung der deutsch-österreichischen Strompreiszone sorgt für Diskussionsstoff. e|m|w-Redakteurin Michaela Tix sprach im Interview mit Dr. Wolfram...  mehr anzeigen >

    Die ab Sommer 2018 geplante Aufteilung der deutsch-österreichischen Strompreiszone sorgt für Diskussionsstoff. e|m|w-Redakteurin Michaela Tix sprach im Interview mit Dr. Wolfram Vogel, Director Public & Regulatory Affairs der Strombörse Epex Spot, über die Konsequenzen für den Stromhandel. Zudem waren die Rekordpreise im Januar und das Wachstum im untertägigen Handel Gesprächsthema.

    e|m|w:
    Wie bewerten Sie als Vertreter einer Strombörse den deutschen Vorstoß, die gemeinsame Strompreiszone mit Österreich aufzukündigen?

    Wolfram Vogel:
    Wir sehen diesen Vorstoß kritisch, denn dadurch würden gleich mehrere Vorteile der integrierten Preiszone verloren gehen. Wir haben mit der deutsch-österreichischen Strompreiszone einen sehr großen Markt mit sehr vielen Marktteilnehmern und einer hohen Liquidität. Man könnte sagen, dass wir zu einem Vorbildmodell innerhalb Europas geworden sind, das damit ein Ende finden würde. Zudem belegen sehr viele Studien, dass eine Aufteilung teurer wäre als eine Beibehaltung des gemeinsamen Marktgebietes.

    e|m|w:
    Was würde die Trennung konkret bedeuten?

    Wolfram Vogel:
    Wir hätten dann zwei getrennte Märkte, die bewirtschaftet werden würden. In vermutlich zehn bis 15 Prozent der Stunden würde es zu Engpässen kommen, wenn es in Deutschland ein starke Windeinspeisung mit gleichzeitig viel Sonnenschein gibt und die Netze zu stark belastet sind.

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Kommentar

  • Verbraucher müssen von Mieterstrom profitieren
    von Dr. Thomas Engelke, Teamleiter Energie und Bauen, Verbraucherzentrale Bundesverband

    Monatelang ging es hin und her: Erst kurz vor Ende der Legislaturperiode konnte sich die Bundesregierung auf die Eckpunkte einer rechtlichen Regelung für den Mieterstrom einigen. Ziel ist...  mehr anzeigen >

    Monatelang ging es hin und her: Erst kurz vor Ende der Legislaturperiode konnte sich die Bundesregierung auf die Eckpunkte einer rechtlichen Regelung für den Mieterstrom einigen. Ziel ist die Gleichstellung von Mietern und Hauseigentümern bei der Nutzung von auf dem Hausdach erzeugten Solarstrom. Dieses Ziel wird aber nach den bislang vorliegenden Informationen nicht erreicht.

    Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat sich lange dafür stark gemacht, dass die Vorteile der finanziellen Förderung von Solarstrom auch bei den Mietern ankommen. Hausbesitzer mit Solaranlagen bis zu zehn Kilowatt sind schon heute gänzlich von der EEG-Umlage befreit, wenn sie ihren Solarstrom als Eigenstrom auch selbst verbrauchen. Mieter müssen für diesen Strom die volle EEG-Umlage zahlen, auch wenn sie im selben Haus wieAufgrund rechtlicher Schwierigkeiten will die Bundesregierung nun nicht die EEG-Umlage für den Mieterstrom senken, sondern den Solarstrom durch zusätzliche direkte Förderung in Höhe von etwa drei bis vier Cent pro Kilowattstunde für Mieter wirtschaftlich attraktiv machen.

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Marktüberblick

  • White-Label-Lösungen
    von Mareike Lickfeld

Special: Das Stadtwerk im Wandel

  • Carsharing als Teil einer neuen Mobilität
    Stärkung des ÖPNV durch On-demand-Angebote
    von Werner Linnenbrink und Nicklas Monte, Fachbereich Mobilität, Stadtwerke Osnabrück

    Multimodale Mobilitätsangebote entwickeln sich zu dem stärkenden Zukunftsfaktor des ÖPNV einer Stadt und Region. Diese Entwicklung haben die Stadtwerke Osnabrück bereits in...  mehr anzeigen >

    Multimodale Mobilitätsangebote entwickeln sich zu dem stärkenden Zukunftsfaktor des ÖPNV einer Stadt und Region. Diese Entwicklung haben die Stadtwerke Osnabrück bereits in den vergangenen Jahren stark vorangetrieben. Sie sind aktuell das einzige Verkehrsunternehmen Deutschlands, das sowohl ein stationäres als auch flexibles Carsharing selbst betreibt. Doch wie entwickelt man den ÖPNV so weiter, dass er an Attraktivität gewinnt und der Busverkehr durch ein multimodales Mobilitätsangebot gestärkt wird?

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  • Intelligente Infrastruktur für die Energieversorgung der Zukunft
    Stadtwerke Heidelberg planen Heidelberg Innovation Park
    von Sebastian Warkentin, Leiter Neue Technologien, Stadtwerke Heidelberg

    Auf der Konversionsfläche Patton Barracks in Heidelberg werden die Stadtwerke Heidelberg realisieren, wie die zukünftige Energieversorgung von Gewerbe aussieht. Hier wird eine moderne,...  mehr anzeigen >

    Auf der Konversionsfläche Patton Barracks in Heidelberg werden die Stadtwerke Heidelberg realisieren, wie die zukünftige Energieversorgung von Gewerbe aussieht. Hier wird eine moderne, urbane Wirtschaftsfläche entstehen – mit einer modernen Energieund Kommunikationsinfrastruktur, einer intelligenten Beleuchtung mit zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten sowie neuen Angeboten rund um das Energie- und Datenmanagement.

    Die Patton Barracks, ein ehemaliges Kasernengelände: Dort, wo früher Verwaltungsgebäude, Werkstätten und Fahrzeughallen der US-Armee standen, entstehen seit März urbane Flächen für Wirtschaft und Wissenschaft rund um innovative Technologien. Neben der Ansiedlung von etablierten Unternehmen soll das Gelände durch Start-ups genutzt werden – beispielsweise in einem Bereich mit Garagenambiente, in dem Newcomer in Coworking-Areas und Makerspaces zusammenkommen. Außerdem ist eine attraktive Infrastruktur für alle geplant, die dort arbeiten: mit Kindergarten, Platz für Sport, Biergarten und vielem mehr.

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  • Interview
    Interview mit Helge-Uve Braun, Geschäftsführer Technik bei den Stadtwerken München
    von Stefanie Dierks

    Geothermie gilt hierzulande eher als Exoten-Technologie. Die Stadtwerke München sind einer der wenigen Energieversorger, die solche Anlagen betreiben. Technik-Geschäftsführer...  mehr anzeigen >

    Geothermie gilt hierzulande eher als Exoten-Technologie. Die Stadtwerke München sind einer der wenigen Energieversorger, die solche Anlagen betreiben. Technik-Geschäftsführer Helge-Uve Braun verriet e|m|w-Redakteurin Stefanie Dierks, welche Fallstricke es dabei zu beachten gibt und warum Anlagen zur Wärmegewinnung einfacher zu betreiben sind als welche zur Stromgewinnung. Darüber hinaus beleuchtete er im Gespräch auch die Erneuerbaren-Strategie der Stadtwerke bei der Stromerzeugung.

    e|m|w:
    Welche besonderen Herausforderungen gibt es beim Betrieb von Geothermieanlagen?


    Helge-Uve Braun:
    Es gibt Geothermieanlagen zur Wärme und zur Stromversorgung. Diese beiden Anlagentypen sind sehr unterschiedlich im Betrieb. Die Wärmeversorgung mit Geothermie ist sehr zuverlässig. Wenn eine Probebohrung geglückt ist, gibt es anschließend wenig Komplikationen. Lediglich die in 500 bis 600 Metern Tiefe hängende Pumpe muss alle fünf bis zehn Jahre ausgetauscht werden. Bei der Stromerzeugung sieht es anders aus. Die erforderlichen Temperaturen sind höher und man muss tiefer bohren. Dabei kommt es oft zu sogenannten Verkarstungen, also Kalkablagerungen. Das führt dazu, dass die Anlagen nicht ganz so
    zuverlässig betrieben werden können wie die in der Wärmeversorgung.

    e|m|w:
    Warum ist München besonders geeignet für Geothermie?

    Helge-Uve Braun:
    Durch das bayerische Voralpenland zieht sich ein sehr ergiebiger Thermalwasserleiter. Die Temperaturen reichen von über 140 Grad im Münchner Oberland bis 80 Grad nördlich von München...

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  • Küstenkraftwerk K.I.E.L.
    Flexibilität durch modernes Gasmotoren- Kraftwerk
    von Frank Meier, Vorstandsvorsitzender, Stadtwerke Kiel AG

    Das Küstenkraftwerk K.I.E.L. soll ab Herbst 2018 an der Kieler Förde ans Netz gehen und mit 20 hocheffizienten Gasmotoren Strom und Wärme erzeugen. So wird das rund 290 Mio. Euro...  mehr anzeigen >

    Das Küstenkraftwerk K.I.E.L. soll ab Herbst 2018 an der Kieler Förde ans Netz gehen und mit 20 hocheffizienten Gasmotoren Strom und Wärme erzeugen. So wird das rund 290 Mio. Euro teure Kraftwerk nicht nur die Kieler Fernwärme sichern, sondern auch zu einer massiven CO2-Einsparung beitragen.

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  • Innovative Lösungen für intelligente Strom-Verteilnetze
    von Dr. Peter Asmuth, Vorstand, und Peter Zimmer, Leiter IKT und Messtechnik, Stadtwerke Aachen, sowie Robert Frings, Leiter Netzmanagement, und Ekaterina Soloveva, Assetmanagement, Infrawest GmbH

    Die künftige Stromversorgung wird dezentral sein und in immer stärkerem Maße von erneuerbaren Energien bestimmt. Eine Entwicklung, die die Netze vor erhebliche Herausforderungen...  mehr anzeigen >

    Die künftige Stromversorgung wird dezentral sein und in immer stärkerem Maße von erneuerbaren Energien bestimmt. Eine Entwicklung, die die Netze vor erhebliche Herausforderungen stellt. Gefragt sind intelligente Lösungen, die verbrauchs- und einspeisebedingte Spannungsschwankungen ausgleichen, ohne dass ein aufwendiger Netzausbau erforderlich wird.

    Vor diesem Hintergrund engagieren sich die Stadtwerke Aachen und der Aachener Netzbetreiber Infrawest seit Mitte 2012 an dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsvorhaben „Netze für die Stromversorgung der Zukunft“ mit einem eigenen Projekt.

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Prozesse & IKT

  • Zertifizierung nach IT-Sicherheitskatalog
    Die Frist läuft
    von Dr. Stefan Krempl, Vorstand, Süd IT AG

    Ende des Jahres läuft die Frist zur Umsetzung der Anforderungen des IT-Sicherheitskataloges der Bundesnetzagentur (BNetzA) ab. Die darin geforderte Zertifizierung ist, aus Sicht der BNetzA...  mehr anzeigen >

    Ende des Jahres läuft die Frist zur Umsetzung der Anforderungen des IT-Sicherheitskataloges der Bundesnetzagentur (BNetzA) ab. Die darin geforderte Zertifizierung ist, aus Sicht der BNetzA nicht einfach eine erweiterte ISO/IEC 27001-Zertifizierung sondern folgt eigenen, speziellen und im Konformitätsbewertungsprogramm festgelegten Regeln. Für Energieversorger, die bereits eine normale ISO/IEC 27001-Zertifizierung erhalten haben, bedeutet dies voraussichtlich, dass sie eine erneute Zertifizierung durchführen müssen.

    Die Zertifizierung nach dem ITSicherheitkatalog können nur Zertifizierungsdienstleister durchführen, die sich für diesen Standard eigens bei der Deutschen Akkreditierungsstelle akkreditiert haben. Auch die eingesetzten Auditoren müssen eine spezielle Schulung nachweisen. Mittlerweile sind einige wenige der großen Zertifizierungs- Dienstleister, wie TÜV Rheinland oder TÜV Süd, bereits zugelassen oder stehen kurz davor. Andere, wie Dekra oder die PÜG, sind gerade im Akkreditierungsprozess. Im Rahmen dessen haben daher bis heute nur einzelne Netzbetreiber in sogenannten Witness-Audits die geforderte Zertifizierung durchgeführt. Es ist aber zu erwarten, dass deren Anzahl im Laufe der kommenden Wochen zunehmen wird. Ausgehend von den Vorgaben der ISO/IEC 27006 werden die meisten Zertifizierungsprozesse zumindest fünf Tage dauern.

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  • Anomalien in Steuernetzen erkennen
    Schutz kritischer Infrastrukturen
    von Klaus Mochalski, CEO, Rhebo GmbH

    Mit dem Schritt zur dezentralen und digital gesteuerten Stromversorgung stehen Energieunternehmen vor neuen Sicherheitsherausforderungen: Transparenz ihrer Steuernetze herstellen und eine...  mehr anzeigen >

    Mit dem Schritt zur dezentralen und digital gesteuerten Stromversorgung stehen Energieunternehmen vor neuen Sicherheitsherausforderungen: Transparenz ihrer Steuernetze herstellen und eine lückenlose Überwachung gewährleisten, die jegliche Veränderung im Steuernetz erkennt. Denn nur so kann der Schutz von kritischen Infrastrukturen (Kritis) − etwa von Erzeugungsanlagen oder Energienetzen − gewährleistet werden.

    Die Geschichte vom gehackten Kraftwerk gehört mittlerweile zum allgemeinen Kanon der ITSicherheit bei Energieversorgern. Im April 2014 machte der Cyber-Angriff auf die Stadtwerke Ettlingen die Runde durch die IT-Journale. Ein Profi-Hacker hatte das Steuernetz des Stadtwerkes infiltriert und stand kurz davor, die Kontroll- und Steuerfunktionen zu übernehmen. Zum Glück für Geschäftsführer Eberhard Oehler (und die 40.000 Einwohner von Ettlingen) handelte es sich um einen kontrollierten Penetrationstest. Das Stadtwerk hatte dafür den Hacker- Experten Felix Lindner engagiert. Dieser hatte sich schnell über einfache Wege in das Steuernetz vorgearbeitet. In nur zwei Tagen gelang es ihm, vor dem entscheidenden Schalter zu stehen.

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e|m|w-Round Table

  • e|m|w-Round-Table Die Zukunft des Wärmemarktes in Deutschland
    Agora-Energiewende-Direktor Dr. Patrick Graichen und Zukunft-Erdgas-Geschäftsführer Dr. Timm Kehler auch Thüga-Vorstand Dr. Gerhard Holtmeier sowie Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung
    von Dr. Patrick Graichen, Dr. Timm Kehler, Dr. Gerhard Holtmeier und Andreas Kuhlmann

    Wie die Wärmewende gelingen kann, wird von mehreren Studien beleuchtet. Zwei davon wurden im Februar vorgestellt. Fraunhofer IWES geht in einer Analyse für die Stiftung Agora...  mehr anzeigen >

    Wie die Wärmewende gelingen kann, wird von mehreren Studien beleuchtet. Zwei davon wurden im Februar vorgestellt. Fraunhofer IWES geht in einer Analyse für die Stiftung Agora Energiewende davon aus, dass Wärmepumpen für die Dekarbonisierung elementar wichtig seien. Sie könnten 2030 ein Viertel der Raumwärme liefern. Eine Studie der Nymoen Strategieberatung für Zukunft Erdgas geht hingegen davon aus, dass grünes Gas künftig eine entscheidende Rolle spielen wird. 30 Prozent des Gasverbrauchs sollen demnach im Jahr 2050 aus Ökostromüberschüssen über das Power-to-Gas-Verfahren produziert werden.

    e|m|w sprach beim Round-Table mit Experten darüber, wie die Wärmewende am besten gelingen kann. An dem Gespräch nahmen neben Agora-Energiewende-Direktor Dr. Patrick Graichen und Zukunft-Erdgas-Geschäftsführer Dr. Timm Kehler auch Thüga-Vorstand Dr. Gerhard Holtmeier sowie Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung teil.

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